Manderl
oder
eine ode an die männer!
wenn ich meinen mann nicht hätt,
ich weiß nicht was ich tatn tät,
ohne ihn das wär ein gfrett,
und im bett wärs halb so nett.
ich wälzat mich nur umadum,
und keiner kugelt' mit mir rum,
ich wär allein ein riesentrum,
wie dumm!
ich müsste alles leck're essen
ganz mit mir alleine fressen.
alle andern interessen
könnt ich mit ihm nicht teilen, nur vergessen.
wer tät mit mir, der zwiederwurzn
gemeinsam um die wette f... ahren [urzen],
der sinn der rede, der ganz kurzen
ich tät ins bodenlose sturzen
ich wär mit meinem grantig sein
ganz allein,
ein armes schwein,
wie traurig und – gemein.
ich wüßt' nicht ob ich's aushalt,
ohne diesen mann im haushalt,
ich äß' nur kalt
und würde dünn und alt.
wenn er nicht sagen tät: du musst!
hätt ich auf rein garnix mehr lust
und kriegte immer mehr den frust,
nähm öfter einen mir zur brust.
einsam als alte runzelfrau
würd ich nachts heimlich um den bau mich schleichen
weil ich mich untertags nicht trau...
es sei denn, mein gewand wär' grau.
drum wünsch ich mir von ganzem herzen,
dass wir 2 alt werdn, miteinander, wenig schmerzen,
ein paar kerzen, für den notfall,
mit noch vielen scherzen.
Elke Gaidatsch-Hamernik, 9.5.2010
gewidmet meinem Manderl zum Muttertag
ent-spann-end